Die Hausgeschichte
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts blickt das Haus auf eine interessante und bewegte Bau- und Nutzungsgeschichte zurück: Fabrikgebäude, Wohnraum, DEFA –Sitz, Bürstenwerkstatt mit Versteck einer jüdischen Familie – dies sind nur einige der vergangenen Stationen von Haus Schwarzenberg. Zudem ist es konstitutiver Bestandteil des Flächendenkmals Spandauer Vorstadt.
Heute erschließt sich die Bedeutung des Hauses vor allem in Abgrenzung zu seiner Nachbarschaft. Zwischen Starbucks und Edelboutiquen gibt es noch einen Ort, an dem kleine Gewerbetreibende, Kunst- und Kulturschaffende arbeiten und überleben können. Dahinter steht der Verein Schwarzenberg e.V., der ihnen Raum zum Arbeiten zur Verfügung stellt und sich mit der neurotitan Galerie der marktunabhängigen Kunstpräsentation verschrieben hat. Ihm ist es auch zu verdanken, dass das zu Wendezeiten dem Verfall überlassene Haus gerettet und nutzbar wurde: unter Aufwendung eigener finanzieller Mittel sowie jeder Menge Zeit und Kraft hat der Verein seit Mitte der 90er Jahre die Grundsteine für das heutige Erscheinungsbild und die charakteristische Mischnutzung von Haus Schwarzenberg gelegt. 2005 wurde das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Haus mit Geldern des Bundes und der Stiftung Lotto ersteigert. Das derzeitige Nutzungskonzept wie Erscheinungsbild des Hauses soll auch weiterhin Bestand haben.